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NIEDERKRÜCHTENER HEIMATPOST

 Die aktuelle Online-Zeitung des HEIMAT- UND KULTURVEREINs
der Gemeinde Niederkrüchten – HKV

 Ausgabe 12 - 2. Halbjahr 2017

  

Durch Scrollen haben Sie in dieser Ausgabe bequemen Zugriff auf folgende Rubriken:

AUSBLICK  -  RÜCKSCHAU -  EINST UND JETZT -  HKV-MITTEILUNGEN

 

 

 

 

 

Gerne weisen wir auf die geplanten Feierlichkeiten anlässlich 50 Jahre Venekoten hin und wünschen allen Beteiligten und Gästen zwei schöne Festtage.

 

 

                                                    

 

 

 

 

Gesangspremiere: "Oh, Krüchten ist schön!"

 

 

 

 

 

"Können Sie noch?" Christoph Schnitzler motivierte humorvoll die Sänger beim ersten "Singen am Liedbruch". Unter anderem wurde zur Melodie von "Aux Champs-Elysées" der Text "Oh, Krüchten ist schön!" gesungen.FOTO: Horst Siemes

 

Der Heimat- und Kulturverein lud erstmals zum Offenen Singen zum Liedbruch ein.

Zur Premiere vom "Singen am Lindbruch" lud der Heimat- und Kulturverein Niederkrüchten (HKV) ein. Die HKV-Vorsitzende Trudis Jans freute sich über die rege Teilnahme singbegeisterter Menschen. Mitglieder der Niederkrüchtener Männergesangvereine aus Birth-Dam und aus Elmpt mischten sich unter die Besucher. Humorvoll moderierte der musikalische Leiter Christoph Schnitzler das abwechslungsreiche Programm mit vielen bekannten Melodien. Er begleitete auf einem Podest stehend die Sänger mit seinem Keyboard.                                         Beim schwungvollen "Wochenend' und Sonnenschein" lugte tatsächlich am Ende eines verregneten Tages die Sonne durch die Bäume und tauchte den malerisch gestalteten Lindbruch in ein besonderes Licht. Da machte es Spaß Lieder zu singen wie "Das Wandern ist des Müllers Lust" und "Veronika, der Lenz ist da". Bei einigen Stücken konnten die Sänger ruhig den Blick auf den vorher verteilten Text vergessen. "Wem Gott will rechte Gunst erweisen!" , "Aber Dich gibt's nur einmal für mich", "Kein schöner Land" , "Auf einem Baum ein Kuckuck" und "Am Brunnen vor dem Tore" konnte jeder mitsingen.                                                                                                                                               Wer kennt nicht das Lied "Wunder gibt es immer wieder" gesungen von Katja Epstein 1970 beim Eurovision Song Contest? "Oh, 'Krüchten ist schön" nach der Melodie "Aux Champs-Elysées" von Joe Dassin war schon etwas Besonderes. Kleine Anekdoten lockerten die kurzweilige Veranstaltung auf. Schnitzler gab den Ton an und ermunterte die Sänger, lauter zu singen und erkundigte sich an anderer Stelle: "Können Sie noch"? Kein Problem hatten die Sänger mit "Horch, was kommt von draußen rein", "Der Mond ist aufgegangen", dem bekannten Lied von Reinhard Mey "Über den Wolken", "Tulpen aus Amsterdam" und "Nehmt Abschied Brüder".                                               Nur kurz wurde das Krüchtener Heimatlied angestimmt. Die Besucher dürfen sich nächstes Jahr wieder auf das Singen freuen. "Aber dann suchen wir einen wärmeren Termin aus", versprach Christoph Schnitzler. (maof)

 

 

 

Bericht über die Tagesbusfahrt in die Eifel


Am 5.7.2017 fand die diesjährige Tagesbusfahrt des Heimat – und Kulturverein Niederkrüchten 1975 e.V. (HKV) statt. Ziel war die Eifel. Vorstandsmitglied Johannes Wahlenberg plante den Ausflug minutiös bis ins kleinste Detail. Dafür gebührt ihm ein sehr großes „Dankeschön“ seitens der Teilnehmer und des HKV. Leider war er an diesem Tag aus familiären Gründen verhindert. Somit übernahm der Geschäftsführer, Werner Tiskens, die Reiseleitung.

Das erste Ziel war das Jugendstil-Wasserkraftwerk in Heimbach. Das Kraftwerk Heimbach, beziehungsweise das Urftkraftwerk, liegt in der Nordeifel im Stadtgebiet von Heimbach im nordrhein-westfälischen Kreis Düren. Bei strahlenden Sonnenschein und einer Temperatur von 28° hatten wir bestes Wetter.

Das Wasserkraftwerk wurde im Verbund mit der Urfttalsperre gebaut und am 8. August 1905 in Betrieb genommen Es liegt zwar an der Rur, bezieht aber sein Wasser aus der Urfttalsperre über den Kermeterstollen, der 67 Höhenmeter oberhalb des Kraftwerkes in zwei Druckrohre übergeht und eine Wassermenge von 16 m³/s abgibt. Das Kraftwerk war bei der Einweihung mit einer Leistung von 12 Megawatt das größte Speicher-Wasserkraftwerk Europas und wird von der RWE Innogy betrieben.

Das Elektrizitätswerk ist bis heute in Betrieb. Die ursprüngliche Ausrüstung mit acht Francis-Turbinen, die jeweils einen eigenen Generator zu 1,5 MW antrieben, war fast 70 Jahre in Betrieb. Die Turbinen wurden 1975 außer Betrieb genommen und durch zwei neue Maschinen mit höherem Wirkungsgrad ersetzt. Von den alten Maschinen sind noch zwei an Ort und Stelle verblieben, da die neuen Stromerzeuger deutlich weniger Platz beanspruchen. Eine weitere steht am Moselkraftwerk Fankel, eine zu Schauzwecken im Kraftwerk Weisweiler und eine in Brauweiler. Seitdem hat die Anlage eine installierte Leistung von 16 MW zur Abdeckung von Spitzenlast, in Betrieb überwiegend in den Vormittagsstunden der Wochentage. Dazu werden bis zu 18 m³ Wasser pro Sekunde benötigt. (Zum Vergleich: Die leistungsstärkste Windenergieanlage (Stand 2017) ist die MHI Vestas V164 mit 9 Megawatt installierter Leistung.) Bei maximaler Stauhöhe der Talsperre beträgt die Fallhöhe zum Kraftwerk 110 m.

Das Kraftwerk befindet sich in einem von dem Architekten Georg Frentzen entworfenen Jugendstil-Gebäude, das wegen seiner vollständigen Erhaltung besonders sehenswert ist. Repräsentativer Blickfang im Inneren ist die Ausführung der Leitwarte zur Steuerung der Generatoren: Sämtliche Messgeräte und Schalter wurden aus Messing hergestellt und auf Grundplatten aus Marmor montiert, die wiederum in Mahagoni eingefasst sind. Die Leitwarte selbst befindet sich auf einer Empore über den Maschinen. Die beiden bergseitigen Türme erhielten bei der Renovierung von 1990 bis 1991 wieder ihre charakteristischen Aufsätze. Der Innenraum der Maschinenhalle wird von Eisenbinderkonstruktionen frei überspannt. (Wikipedia)

Die Mittagspause verbrachte die Reisegruppe in der Abtei Mariawald. Es wurde immer behauptet, dass es dort die leckerste Erbsensuppe gäbe. Das kann man an dieser Stelle mit ruhigem Gewissen bestätigen.

Mariawald ist seit über 500 Jahren ein Ort des Gebets. Die Wurzeln unseres Klosters reichen zurück bis in die Zeit um das Jahr 1470. Damals erwarb der Heimbacher Strohdachdecker Henrich Fluitter in Köln ein Gnadenbild, das er an der Wegkreuzung am Bersched auf dem Kermeter in einer Hütte zur Verehrung aufstellte. Er selbst errichtete sich eine Einsiedelei, in der er bis zu seinem Tod lebte und das Gnadenbild und die stetig zunehmende Zahl von Pilgern betreute.

Pfarrer Daum von Heimbach, der die Betreuung des Gnadenbildes übernommen hatte, errichtete im Jahr 1479 ein hölzerne Kapelle und veranstaltete an jedem Samstag eine Prozession zum Gnadenbild. Da die Zahl der Pilger und damit auch der Aufwand für deren seelsorgerische Betreuung weiter stetig wuchs, bat Pfarrer Daum die Zisterzienser von Bottenbroich um Hilfe. Mit Urkunde vom 10. November 1480 schenkte er die Kapelle dem Zisterzienserkloster von Bottenbroich. Die Mönche verpflichteten sich, die Betreuung der Pilger zu übernehmen und ein Kloster zu errichten.

Am 4. April 1486 waren die notwendigsten Bauten errichtet und die ersten Mönche konnten unter der Leitung von Prior Johannes vom Goch das Kloster beziehen und das regulare Leben auf dem Kermeter beginnen, sodass dieser Tag das eigentliche Gründungsdatum der Abtei Mariawald ist. Die Neugründung erhielt den Namen Nemus Mariae - Wald Mariens.

Über 300 Jahre lebten die Mönche im Zisterzienserpriorat Mariawald und betreuten die Wallfahrt zur Schmerzensmutter. Zahlreiche Votivgaben zierten den Altar mit dem Schmerzensbild. Das Kloster wurde weiter auf- und ausgebaut. An besonderen Kunstgegenständen sind vor allem der Schnitzaltar zu nennen, in dessen Mitte das Schmerzensbild seinen Platz fand als auch prächtige bunte Glasfenster in Kirche, Kreuzgang und Kapitelsaal.


Ihren ersten großen Einschnitt erfuhr die Geschichte des Klosters Mariawald am 2. April 1795 als die französische Revolutionsregierung das Kloster aufhob. Der Klosterbesitz wurde versteigert oder einfach geplündert. Darunter auch die wertvollen Glasfenster. Der Schnitzaltar und das Gnadenbild konnten gerettet werden, indem sie 1804 in feierlicher Prozession in die Pfarrkirche von Heimbach überführt wurden. Die Klostergebäude wechselten mehrfach den Besitzer und verfielen schließlich ganz.

Nachdem das monastische Leben in Mariawald über 60 Jahre geruht hatte, machte Ephrem van der Meulen, Abt der Trappistenabtei Oelenberg im Elsass 1860 einen Neuanfang. Er war auf der Suche nach einem passenden Gelände für eine Klosterneugründung und entdeckte das verfallene ehemalige Zisterzienserkloster Mariawald. Er kaufte das Klostergut und veranlasste den Wiederaufbau. Am 24. Februar 1861 kamen die ersten Brüder aus Oelenberg nach Mariawald.

Die Neugründung hatte jedoch nur wenige Jahre bestand. Bereits am 10. August 1875 wurde das Kloster durch die Kulturkampfgesetze aufgehoben. Enteignet werden konnte das Klostergut aber nicht, da als Eigentümer immer noch Abt van der Meulen eingetragen war. Wied
erum stand das Kloster leer, diesmal zwölf Jahre lang, bis die Mönche am 18. Oktober 1887 nach Beendigung des Kulturkampfes das regulare Leben in Mariawald wieder aufnehmen konnten.

Nachdem die ersten Schwierigkeiten überstanden waren, gedieh das Kloster. Am 29. September 1909 wurde Mariawald zur Abtei erhoben. Während des Ersten Weltkrieges erlitt Mariawald schwere personelle Verluste, da nicht wenige Mönche zum Kriegsdienst herangezogen wurden. Das Kloster selbst blieb jedoch weitgehend verschont. Anders im Zweiten Weltkrieg. Bereits die Kriegsvorbereitungen bekamen die Mönche zu spüren. 1938 wurde Teile des Klosters zur Unterbringung der Arbeiter zum Bau des Westwalls beschlagnahmt. Drei Jahre später, am 21. Juni 1941 wurde die Abtei aufgelöst und die Mönche teils vertrieben und teils zum Kriegsdienst eingezogen. Einige Brüder blieben als Arbeiter in der Landwirtschaft auf dem Klostergelände. Zunächst wurden in Mariawald Waisenkinder untergebracht. Als die Westfront näher rückte, diente das aufgehobene Kloster als Feldlazarett. Gegen Ende des Krieges war das Kloster durch Angriffe der Alliierten bereits zu großen Teilen zerstört. Vor ihrem Abzug sprengten die deutschen Truppen den Dachreiter.

(www.kloster-mariawald.de)

Der nächste Programmpunkt war die sachkundige Führung  auf der NS-Ordensburg  Vogelsang.

Die NS-Ordensburg Vogelsang ist ein von den Nationalsozialisten in der Eifel oberhalb der Urfttalsperre auf dem Berg Erpenscheid errichteter Gebäudekomplex bei Schleiden-Gemünd in Nordrhein-Westfalen. Die Anlage diente, im Gegensatz zur SS-Junkerschule und zur Reichsführerschule, der NSDAP zwischen 1936 und 1939 als Schulungsstätte für den Nachwuchs des NSDAP-Führungskaders. Der unter Denkmalschutz stehende Teil der Bauwerke umfasst eine Bruttogeschossfläche von mehr als 50.000 Quadratmeter und gilt nach den Parteitagsbauten in Nürnberg mit fast 100 ha bebauter Fläche als die größte bauliche Hinterlassenschaft des Nationalsozialismus in Deutschland.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges Anfang 1946 erwog die britische Militärverwaltung zeitweilig den Abriss der Ordensburg als herausragendes Symbol des Nationalsozialismus. Im September 1946 beschlagnahmten die Briten 6354 ha  Land rings um die Ordensburg als Truppenübungsplatz. Die Bewohner mussten das Dorf Wollseifen räumen. Außer der Kirche und der Volksschule wurden alle Gebäude durch Schießübungen und Brände vollständig zerstört. Im Jahr 1950 wurde der Truppenübungsplatz („Training Area“ Vogelsang) mitsamt der ehemaligen Ordensburg von den Briten an die belgischen Streitkräfte übergeben.

Das belgische Militär nutzte das umgebende Gelände ab 1950 ebenfalls als Truppenübungsplatz und errichtete in der Anlage der ehemaligen Ordensburg weitere Gebäude, so den Unterkunftsblock „Van Dooren“, Tankstelle, Truppenunterkünfte für übende Truppen und weitere Nebengebäude zum „Camp Vogelsang“. Die Walburgiskapelle wurde im Eingangsgebäude eingerichtet. Bis ca. 1953 waren im Camp belgische Infanterie- und Artilleriesoldaten in Bataillonsstärke stationiert. Die Kasernenanlage diente aber im weiteren nur noch der mit ca. 250 zivilen und militärischen Kräften umfangreichen Übungsplatzkommandantur, dem Unterhalt der Kasernen und der Infrastruktur des Truppenübungsplatzes sowie der Aufnahme und Versorgung der übenden Truppen inkl. der Waffen und Geräte. Für den Bau der Soldatenunterkunft „Van Dooren“ wurden die bereits fertiggestellten Sockel- und Außenmauern des von den Nationalsozialisten geplanten Hauses des Wissens genutzt, so dass der gewinkelte Baustil dem Bau der Gebäude aus der NS-Zeit ähnelt. Auf dem benachbarten Fundament eines geplanten Hörsaales wurde das belgische Truppenkino (später Theater) errichtet.

Seit dem 1. Januar 2006 ist die Anlage wieder der Öffentlichkeit als „Vogelsang Internationaler Platz“ zugänglich, nachdem in dem erweiterten Militärgelände der Nationalpark Eifel, der erste Nationalpark in Nordrhein-Westfalen, errichtet worden war.

Derzeit befindet sich die Anlage Vogelsang noch im Besitz des Bundes, soll aber mit Unterstützung der Landesregierung auf den Kreis Euskirchen übergehen.

Die 2005 gegründete Vogelsang IP gemeinnützige GmbH hat sich die Umgestaltung und die Erarbeitung verschiedener neuer Nutzungskonzepte der gesamten Anlage zur Aufgabe gemacht. Nachdem zunächst nur kleinere Baumaßnahmen durchgeführt wurden, lief vom 23. April 2012 bis zum 11. September 2016 (Ausstellungseröffnung) der Umbau der ehemaligen Ordensburg zu einem Ausstellungs- und Bildungszentrum mit einer NS- und einer Nationalparkausstellung sowie einem neuen Besucherzentrum.

Ein temporäres Besucherzentrum mit Restauration wurde bereits 2006 in der ehemaligen Kantine der Burg (Ostflügel) eingerichtet und 2008 erweitert.

2011 wurde das belgische Truppenkino aus den 1950er Jahren saniert. In diesem befand sich sodann bis zur Fertigstellung des neuen Forums das temporäre Besucherzentrum.

Im neu geschaffenen, nun zentralen Besucherzentrum, wurde im September 2016 auf 800 m² die Dauerausstellung Bestimmung: Herrenmensch. NS-Ordensburgen zwischen Faszination und Verbrechen zur Geschichte der NS-Ordensburg in Verknüpfung mit allgemeinen Themen des Nationalsozialismus eröffnet. Eine große Nationalpark-Ausstellung sowie zusätzliche Wechselausstellungen in den bisher leer stehenden und ungenutzten Kellerräumen der Ordensburg informieren die Besucher.

Vom Adlerhof führt ein neuer Eingang zu den neu gestalteten Kellerräumen in Form einer mit einem Glasaufbau überdachten Treppe. Dieser Entwurf wurde auf Basis der Ergebnisse eines internationalen Architekturwettbewerbs im Jahr 2008 ausgewählt.

Das ehemalige Kino soll nach den Umbauarbeiten für Veranstaltungen genutzt werden und zudem neben den bereits heute zu Tagungszwecken genutzten Räumen des Forums West und Ost Kernstück eines neuen Tagungszentrums werden.

Es finden regelmäßig (meist täglich) mehrsprachige Führungen für Gruppen und Privatpersonen statt. Zudem finden regelmäßig Besteigungen des 48 m hohen Turmes statt, von dem die Besucher einen guten Ausblick auf den gesamten Nationalpark genießen können. Zudem wurden sämtliche Gebäude und Skulpturen durch gelbe Informationstafeln erklärt und zwei Rundgänge (Hang- und Plateaurundgang) ausgeschildert.

Das Jugend-, Natur- und Umweltbildungshaus Transit 59 des Roten Kreuzes, das Rotkreuz-Museum Vogelsang ip und das restaurierte Kino aus den 1950er-Jahren sind eröffnet und mit jeweils eigenen Bildungsprogrammen belebt.

Das Hallenschwimmbad aus der NS-Zeit, das auch das belgische Militär nutzte, sollte nach 2006 ursprünglich in eine Bar verwandelt werden, wurde aber erhalten, restauriert und wird durch den lokalen Schwimm- und Sportverein Vogelsang aus Schleiden wieder genutzt. Es ist Teil der umfangreichen Sportanlage, deren Sanierung noch bevorsteht.

Unklar ist hingegen die Zukunft der belgischen Kasernengebäude Van Dooren. Aufgrund der hohen Unterhaltungskosten könnte das nicht genutzte Gebäude mittelfristig abgerissen werden (außer den Fundamenten aus der NS-Zeit).

Es ist geplant, die Verwaltung des Nationalparks Eifel in den Gebäuden des „Malakoff“ genannten Torbereichs im Eingang zur Anlage unterzubringen.

Außerhalb der Ordensburg, im ehemaligen Truppenlager Schelde von Camp Vogelsang, werden seit Anfang 2017 Flüchtlinge untergebracht.

(Wikipedia)

 

Der Abschluss des Tages fand im Bauern – Cafè  Morsbacher Hof statt. Vorbereitet war, dank Johannes Wahlenberg, Kaffee, Tee und sehr schmackhafter Kuchen. Christiane und Rolf Reinartz haben das fast verfallene Gebäude restauriert und mit neuem Leben versehen. Dort kann man sich wohl fühlen.

 

Gestärkt und mit ganz vielen neuen Eindrücken im Gepäck traten wir die Heimreise an. Erwähnt sei noch unser Busfahrer, Harald Lippinghoff, von Kraftverkehr Schwalmtal der uns in jeder Situation sicher und souverän (auch rückwärts) durch den Straßenverkehr chauffiert hat. Danke dafür.

Gegen 19:30 Uhr erreichten wir wohlerhalten unsere Heimat.

 

Werner Tiskens, Niederkrüchten im Juli 2017

 

Fotos von Hegla Schulz, Herbert Postertz und Werner Tiskens können hier angesehen werden:

https://www.magentacloud.de/share/4l--e1narkhk

 

 

Was machen die Mitglieder des Heimat-und Kulturvereins Niederkrüchten 1975 e.V. bei trübem, kaltem Wetter? Sie suchen sich ein warmes Plätzchen!

 

So geschehen am 06.April 2017.

 

Da kam die seit langem geplante Besichtigung der Dachziegelei Laumans in Brüggen-Bracht gerade recht. Das Zusammentreffen der beiden Ereignisse war reiner Zufall.

Um 10 Uhr wurden 46 Teilnehmer der Heimatvereine Niederkrüchten und Wassenberg vom Geschäftsführer der Firma, Herrn Gerald Laumans, in Empfang genommen und begrüßt. Nach einer ausführlichen aber kurzweiligen Information über die Betriebsgeschichte, Betriebsphilosophie und Produktpalette folgte die eigentliche Betriebsbesichtigung.

 
 


 

Foto: Werner Tiskens

 

In mehreren kleinen Gruppen machten sich alle auf den Weg um zu sehen und zu erfahren, wie aus einem „Haufen Dreck“, ein fertiger Dachziegel entsteht.

Aus vier verschiedenen Tongruben wird das Vormaterial herbeigeschafft und in Brachts „größtem Carport“ gelagert. Ein großer Radlader entnimmt von dort die Mischung des noch groben Tons und transportiert sie an den Anfang der vollautomatischen Produktionsstraße.

Vom Startpunkt, dem Beschicker, gelangt das Material zunächst  in die Aufbereitung. Über den Kollergang, in dem zwei große Mühlsteine den Ton und die noch vorhandenen Steine zermahlen, führt der Weg weiter zum Walzwerk. In zwei Schritten wird der Ton auf eine Korngröße von 0,9 mm gebracht um anschließend im Sumpfhaus zu verschwinden. Die Lagerung im Sumpfhaus ist notwendig, weil die Restfeuchte der verschiedenen Tone angeglichen werden muss. Die Entnahme aus dem Sumpfhaus erfolgt später mit einem Kettenbagger.

Im Siebrundbeschicker wird die Materialfeuchte nachjustiert, die Mischung weiter homogenisiert und in der Strangpresse portioniert. In der Presse erhält der Rohling seine endgültige Ziegelform. Nach einem Trocknungsprozess ist der Ziegel schließlich kleiner geworden, weil das noch vorhandene Wasser verdunstet ist. Aufrecht stehend, aber dennoch eng zusammengepackt, werden die Ziegel  in einen Tunnelofen gefahren. Mit langsam steigender Hitze erfolgt dort der Brennvorgang.

 Nach dem Brennen wird jeder einzelne Ziegel geprüft. Dabei wird unter anderem auch eine Klangprobe  durchgeführt um verdecke Materialfehler und Risse aufzuspüren. Schadhafte Ziegel werden automatisch aussortiert. Zu handlichen Paketen verschnürt und auf Paletten gestapelt verlassen die Ziegel das Werk.

Nach den vielen gewonnenen Eindrücken fand bei einem kleinen Imbiss ein reger Gedankenaustausch mit Herr Laumans statt. Herbert Postertz bedankte sich im Namen des Heimat-und Kulturvereins Niederkrüchten für die gelungene Veranstaltung und wünschte Herrn Laumans und der Firma eine gute Zukunft. Walter Bienen vom Heimatverein Wassenberg schloss sich dem Dank an und erwähnte noch, dass es in Wassenberg einmal 19 Dachziegeleien gab.

 

 

HKV-Hauptversammlung 2017                                 

01.02.2017 - Der Heimat- und Kulturverein (HKV) Niederkrüchten hatte zur Jahreshauptversammlung in den Mühlrather Hof geladen. Nach der Begrüßung durch die 2. Vorsitzende Trudis Jans erhoben sich die zahlreich erschienenen Mitglieder um in einer Schweigeminute der vielen in 2016 verstorbenen Mitglieder zu gedenken. Insbesondere wurde an den Vorsitzenden und Ehrenmitglied Hermann Böken erinnert. "Wir können und wollen ihn zunächst nicht ersetzen. Wir werden uns als Team präsentieren", so Geschäftsführer Werner Tiskens. So wurden denn auch die Aktivitäten des vergangenen und des zukünftigen Jahres von den jeweils verantwortlichen Vorstandsmitgliedern vorgetragen. Besonderen Beifall bekam dabei der unermüdliche Geschäftsführer und als Nikolausdarsteller Werbeträger für den HKV Werner Tiskens.

Das Veranstaltungsprogramm 2017 enthält viele Angebote, z. B. Wanderungen, Radwanderungen auf dem Vennbahnradweg, Besichtigungen heimischer Firmen, Mundartabende, Tagesbusfahrten, Mitsingkonzerte, eine 3-Flüsse-Tour durch die Eifel nach Trier und den periodischen Stammtisch.                                                                                      Quelle: Heimatnachrichten Niederkrüchten

 

Es wurde auch gewählt:

Werner Tiskens wurde als Geschäftsführer für drei Jahre wiedergewählt.

Neu in den erweiterten Vorstand gewählt wurden:

Hans Willi Ingenrieth - er wird sich zukünftig inrtensiv um das umfangreiche Archiv kümmern.

Artur Schrammen - wird in Zusammenarbeit mit Werner Tiskens den Internetauftritt des HKV gestalten und auf aktuellem Stand halten.

 

 

 


 

♦   AUSBLICK auf kommende HKV - Veranstaltungen

 

 

 Wir machen uns mit dem Fahrrad auf nach ...

Sa., 09. September, Treffpunkt: 8:30 Uhr, Oberkrüchten, Parkplatz Kirchstraße

 

Die Radtour führt über Schwanenberg und Oerath nach Erkelenz. In Schwanenberg erwarten uns die Herren Wilfried Mercks und Peter Lenzen vom Heimatverein der Erkelenzer Lande e.V., um uns schon dort und in Oerath einige heimatkundliche Informationen zu geben. In Erkelenz schließlich unternehmen wir einen Rundgang durch die Stadt unter historischem Aspekt. Während des Aufenthaltes dort gibt es auch eine ausreichend lange Mittagspause zum Stärken und Entspannen. Wenn der Zeitrahmen es zulässt, statten wir am Nachmittag auch Haus Hohenbusch, einem früheren Kreuzherrenkloster, einen Besuch ab. Dort könnten wir uns dann auch noch einen Kaffee zur Stärkung vor der Heimfahrt gönnen. Eine Anmeldung ist zum Zweck der Planung erwünscht. Die Fahrtstrecke liegt bei 50 km. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Rückkehr ist am späteren Nachmittag.

Leitung: Hans Mankau,

Anmeldung + Auskunft unter 02163 / 984462,

Mail: hansmankau@t-online.de

 

Do., 21. September, Treffpunkt: 14:00 Uhr, Oberkrüchten, Parkplatz Kirchstraße

 

Die Radtour führt direkt nach Wegberg-Kipshoven. Dort werden wir unter Führung von Frau Klein die Heiligkreuzkapelle besichtigen. Diese kleine Kirche gehörte zur Burg Kipshoven, die dort früher einmal stand und wurde im Jahr 1492 von der dort residierenden Familie von Beek errichtet. Im Oktober 1968 wurde unter einer Übermalung die alte Fresco-Malerei aus dem 16. Jahrhundert wiederentdeckt. Diese wird uns bei der Führung Frau Klein zeigen und erläutern.

Anschließend machen wir uns auf den Heimweg, wobei eine Kaffeepause beabsichtigt ist.

 

Eine Anmeldung ist zum Zweck der Planung erwünscht.

Die Fahrtstrecke liegt bei 35 km. Die Teilnahme ist kostenfrei. Die Rückkehr ist am späteren Nachmittag.

Leitung: Hans Mankau,

Anmeldung + Auskunft unter 02163 / 984462,

Mail: hansmankau@t-online.de

 

 

 

Stammtisch des HKV

 

Als eine Möglichkeit der Kontaktaufnahme bietet sich der Stammtisch des HKV an. Dieser wird in loser Folge stattfinden. Weitere Termine entnehmen Sie dem Jahresprogramm.

Es gibt vieles worüber man sich austauschen kann. Vielleicht haben Sie noch Fotos, Dokumente oder einfach nur Erinnerungen an Ereignisse, die für den HKV von Interesse sein könnten.  

Der dritte Stammtisch in diesem Jahr findet am Do. 19.Oktober, ab 19:00 Uhr  in der Birther "Tenne" bei Herbert statt.

 Wir freuen uns auf Sie!

 

 

 


 

 

 

 

 

 

 

 


 

 


  

 

 


 

     

    

 

Heimat und Kulturverein Niederkrüchten 1975 e.V.  | info@heimatverein-niederkruechten.com