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NIEDERKRÜCHTENER HEIMATPOST

 Die aktuelle Online-Zeitung des HEIMAT- UND KULTURVEREINs
der Gemeinde NiederkrüchtenHKV

 Ausgabe 8 - Dezember 2014

  

Durch Scrollen haben Sie in dieser Ausgabe bequemen Zugriff auf folgende Rubriken:

RÜCKSCHAU  –  AUSBLICK  –  EINST UND JETZT -  HKV-MITTEILUNGEN

 


 

 23.01.2015

Aktuelle Berichterstattung

der

Rheinischen Post

  
 

Achtung: Neue HKV-Termine für

das Jubiläumsjahr 2015

sind unter "Termine - Aktivitäten" eingestellt

 

 Das Fotoarchiv ist jetzt freigeschaltet!

Viel Spaß beim Stöbern!

dazu ein

Bericht der Rheinischen Post vom 2.1.2015

 

             
    

 

♦   Illustrierte RÜCKSCHAU auf  HKV-  und andere Veranstaltungen 

 

                        

Diesmal: Juni bis Dezember 2014

                   Übersicht:

  

                    

             21.12.2014

             30.12.2014

7 -        29.11.2014

 

6 -        23.11.2014

 

5 -        15.11.2014

 

4 -        26.10.2014

3 -        23.08.2014

2 -  19.-23.07.2014

1 -        28.06.2014

Weihnachtsmarkt in Niederkrüchten (mehr)

Feierstunde am Gedenkstein Lüsekamp (mehr)

100. HKV-Neumitglied in 2014 (Fotos)

dazu ein Bericht der Grenzland Nachrichten vom 12.12.2014

Mundartlesung des HKV bei Kaffee und Kuchen (Fotos)

dazu ein Bericht der RP vom 7.12.2014

Fuß-Exkursion: Reste vom Westwall in Elmpt (Fotos)

dazu ein Bericht der RP vom 4.12.2014

Hubertusmesse auf Gut Meinfeld (Fotos)

Radwanderung nach Hinsbeck zur Golfanlage Haus Bey

Radwanderung auf dem Rhein-Maas-Jakobsweg (siehe unten)

HKV - Tagesbusfahrt nach Issum

 


7 - 29. November 2014 Das 100. HKV-Neumitglied in 2014 wurde begrüßt.

  

100. HKV-Neumitglied in 2014

 

Hermann Böken vom Heimat- und Kulturverein Niederkrüchten 1975 e V. (HKV) begrüßte als neues Mitglied Maria und Suren Ganes aus Niederkrüchten-Laar im Büro / Archiv des HKV in Niederkrüchten, Mittelstraße 57. Sie sind das 100. neue Mitglied des HKV in diesem Jahr.

 

 

 weitere Fotos hier

 

Suren Ganes wurde in Sri Lanka geboren. Als Einjähriger kam er mit seinen Eltern nach Deutschland und besuchte die katholische Grundschule in Wegberg-Beek. Am Gymnasium in Wegberg lernte er bereits den späteren Schwiegervater Josef Klingen als seinen Mathematik-Lehrer kennen. Während seiner Ausbildung im Altenheim in Tüschenbroich kam er auch, bedingt  durch den Umgang dort mit alten Menschen, mit dem hiesigen Plattdeutsch in Berührung. Allerdings gestand er ein, dass er es zwar verstehen, aber leider nicht sprechen könne. Sein Studium absolvierte er in Köln und Düsseldorf. Z. Zt. ist Suren in der Zahnarztpraxis des kürzlich leider allzu früh verstorbenen Dr. Oelers in Niederkrüchten auf der Hochstraße als angestellter Zahnarzt tätig. Diese Praxis wird er Anfang 2015 übernehmen. Das Ehepaar Ganes hat zwei Kinder. Maria Ganes, die später als Psychologin arbeiten will, befindet sich momentan in Elternzeit. Auch Maria versteht platt, sie spricht es jedoch –noch! – nicht,  will es aber von ihrem Vater demnächst lernen. Die junge Familie bewohnt seit 2005 den Bauernhof von Marias  Urgroßeltern in Niederkrüchten-Laar und ist dort sehr glücklich. Mit einem Mispellikör aus eigener Produktion, der demnächst auch während des Weihnachtsmarktes in Niederkrüchten am 20. /21. Dezember ausgeschenkt werden soll, stieß man gemeinsam auf das Wohl der beiden jungen Leute an.

Hermann Böken betonte, dass der HKV nun bereits wieder über 400 Mitgliederfamilien verfüge und das gesteckte Ziel von 450 Mitgliedern bis zum Jahresende erreichbar sei. Bei einem Jahresbeitrag von 5,00 € für die ganze Familie sollte das – so der stellvertretende Vorsitzende des HKV – doch möglich sein.

 

Text: Hermann Böken

 


  

6 - 23. November 2014 Mundartlesung des HKV bei Kaffee und Kuchen im Mühlrather Hof

  

Der HKV-Mundartkreis in Hochform beim diesjährigen „Nammedaach en Plott“

 

Am vorletzten Sonntag im November veranstaltete der Heimat- und Kulturverein Niederkrüchten (HKV) im gut besuchten Saal des „Mühlrather Hof“ wieder seinen traditionellen alljährlichen Mundart- „Nammedaach en Plott“. Humorvoll und abwechslungsreich  gaben die bewährten Protagonisten zahlreiche Kostproben ihres Könnens. Munter und bisweilen augenzwinkernd wurden vor allem heitere – aber auch besinnliche – Seiten  des Niederkrüchtener Gemeinde- und Familien-Alltags in Vergangenheit und Gegenwart mit kurzweiligen Beiträgen bedacht:

 

 

weitere Fotos hier

 

Christine Bors und Margret Peters erzählten von ihren Reise- und Ausflugs-Abenteuern mit lustigen sprachlichen bzw. organisatorischen Missgeschicken. Karl-Heinz Achten und Hermann Böken plauderten zur Freude der Zuhörer über einige kauzige Typen aus der Gemeinde und auch über die merkwürdige Herkunft eines erstaunlich dunkelhäutigen Kindes. Mundartkreis-Neuzugang Trude Goetz wusste die Heimatfreundinnen und – freunde durch das frei vorgetragene Gedicht „Luster änns“ sowie mit einem Beitrag über die hygienisch gewiss nicht ganz einwandfreie Verwendung eines wahrhaften Multifunktions-Haushaltstuches, des „Schottelsplaak“, zu begeistern.

Das Krüchtener Mundart-Urgestein Hubert („Hubbi“) Ramakers konnte aus gesundheitlichen Gründen zum ersten Mal nicht aktiv in das „Plott“-Geschehen dieses HKV-Nachmittages eingreifen. Er durfte sich aber an der ausgezeichneten Darbietung dreier seiner urkomischen Texte durch Margret Peters erfreuen.

Wie schon in den vielen Jahren zuvor, verließen die Mundart-Freundinnen und – freunde nach reichlich spendiertem Applaus für die Vortragenden des zweistündigen Programms „en Plott“  rundum zufrieden den „Mühlrather Hof“.  - Das jedoch nicht, ohne vorher von Hermann Böken noch  Termin und Ort für den „Nammedaach“ im Jubiläumsjahr 2015 (40 Jahre HKV!) mit auf den Weg bekommen zu haben:  Am Sonntag, dem 22. November 2015, trifft sich der HKV-Mundartkreis erneut mit seinem treuen Publikum – dann turnusgemäß im Gasthof Lücker in der Dr. Lindemann-Straße.  

                                                                                                               - Leonhard Gerigk -

 

 

5 - 15. November 2014 Fuß-Exkursion zu wertvollen zeitgeschichtlichen Zeugnissen in

            der Gemeinde Niederkrüchten.

 

Mit dem Heimatverein zu Westwall-Relikten im Elmpter Wald

Mehrere zeitgeschichtliche Jahrestage im Zusammenhang mit dem Zweiten Weltkrieg nahm der Heimat- und Kulturverein Niederkrüchten (HKV) zum Anlass für seine jüngste Exkursion zu denkmalgeschützten baulichen Überresten und Bodenspuren aus der Endphase des Zweiten Weltkrieges im Elmpter Wald. Auch Gäste aus den niederländischen Nachbargemeinden Herkenbosch und Roermond sowie eine Teilnehmerin aus Kanada fanden hierzu den Weg in das Grenzgebiet.

(mehr Bilder dazu im Fotoalbum)

 

Ausgangspunkt der Veranstaltung war das Lüsekamp-Mahnmal, wo über den Verlauf der Ereignisse am 26. Und 27. Dezember 1944 informiert und Gelegenheit zum Gedenken an die dort von Nazischergen erschossenen 14 Männer aus Roermond gegeben wurde. Daran anschließend erfuhren die über 60 Teilnehmer der dreistündigen Fußwanderung dank einer fachkundig und sehr lebendig gestalteten Moderation des Westwall-Spezialisten Dr. Martin Seltmann viele Details und Zusammenhänge über die zahlreich im äußersten Westen des Elmpter Waldes verstreut liegenden Gräben und Wehreinrichtungen der sog. Maas-Rur-Stellung.

Diese gegen Ende des Zweiten Weltkrieges von zeitweise bis zu 10000 ausländischen Zwangsarbeitern, dienstverpflichteten deutschen Zivilisten sowie von Wehrmachtsangehörigen eingerichtete Panzer-Abwehr-Stellung befand sich, dabei dem eigentlichen und älteren Westwall vorgelagert, stets  parallel  zur niederländischen Grenze zwischen Venlo/Herongen im Norden und der Rur bei Effeld im Süden. Von vor- und nachgelagerten Schützengräben, die mit zahlreichen Beton-Unterständen und –Bunkern versehen waren, eingerahmt, befand sich im Zentrum der Anlage ein tiefer und breiter Panzergraben. Das Eindringen alliierter Panzerkräfte auf deutsches Territorium sollte auf diese Weise gestoppt werden. Wirklich genutzt hatten die materialaufwändigen und arbeitskraftintensiven Baumaßnahmen entlang der gesamten Maas-Rur-Stellung nichts, denn die alliierten Panzerverbände drangen zu Beginn des Jahres 1945  andernorts in das deutsche Hinterland ein.

Somit ist den Nachgeborenen in Form von weitflächigen und vielerorts noch deutlich sichtbaren baulichen Hinterlassenschaften auf Gemeindegrund ein dauerhaftes Mahnmal gegen jeden weiteren sinnlosen und menschenverachtenden Krieg verblieben. Mit gewiss manchen neuen Erkenntnissen, Einsichten und lange nachwirkenden Eindrücken machten sich die Teilnehmer schließlich wieder auf den Heimweg.

Weiterführende und vertiefende Informationen zum Westwall und zur Maas-Rur-Stellung bietet die empfehlenswerte Website von Dr. Seltmann:  www.feststellung-weststellung.de .  

 

Text: Leonhard Gerigk

Fotos: Gerigk, Postertz, Tiskens 

(Heimatverein Niederkrüchten)

 


 

426. Oktober 2014  Hubertusmesse auf Gut Meinfeld

 

Die Hubertusmesse ist eine instrumental erklingende Messe. Sie wird jährlich zu Ehren Gottes und zur Erinnerung an den Heiligen Hubertus von Lüttich um den 3. November, dem Hubertustag, gehalten. Der Überlieferung nach war Hubertus als junger Edelmann ein leidenschaftlich ausschweifender Jäger, der die Erlegung des Wildes als Selbstzweck sah. Später erkannte Hubertus in allen Wesen Geschöpfe göttlichen Ursprungs und hat sich deshalb hegend und pflegend für sie verwandt. Diese Grundhaltung der "Achtung vor dem Geschöpf" ging als Waidgerechtigkeit in die Verhaltensgrundsätze der Jägerschaft ein.

Die Hubertusmesse steht im engen Zusammenhang mit den sich verändernden Erscheinungen des Jahreskreises. Sie wird meist im herbstlichen Wald aufgeführt, der durch sein prächtig gefärbtes Laub, die Ernte der Früchte und die Jagd geprägt ist. Wenn die Hubertusmesse in einer Kirche stattfindet, wird diese meist mit Utensilien aus Wald und Flur geschmückt. Die Jäger bringen ihre Hörner (und manchmal ihre Hunde) mit zum Gottesdienst.                            (Text: WIKIPEDIA)

 

 

 

Fotos Leonhard Gerigk                                                                              zur Fotogalerie


 

3 - 23. August 2014  Radwanderung des HKV nach Hinsbeck zur Golfanlage Haus Bey

  

Einundzwanzig Heimatfreundinnen und Heimatfreunde besuchten im Verlaufe einer Radwanderung des Heimat- und Kulturvereins Niederkrüchten  trotz bisweilen unbeständigen Wetters am 23.8.2014 Haus Bey bei Hinsbeck und die dortige Golfanlage. Dort wurden sie vom Präsidenten des Golf-Clubs, Dr. Hans Löffler und seiner Frau,  beide ebenfalls seit Jahrzehnten in Niederkrüchten beheimatet, freundlich begrüßt. Das Interesse der Radler war nicht zuletzt davon bestimmt, eine solche Anlage, die mittlerweile ein bedeutsames Element in unserer niederrheinischen Landschaft geworden ist, einmal im Detail vorgestellt zu bekommen. Diese Aufgabe übernahm dann nach einem Empfang mit Kaffee und Kuchen Dr. Löffler selbst.

Bevor es auf die Golfanlage ging, führte er allerdings die Gruppe erst einmal zum Schlösschen „Haus Bey“. Nach einem Abriss über die Geschichte dieser vormaligen Burg und ihres Besitzers, des uralten Adelsgeschlechtes derer von Schaesberg, wandte sich Dr. Löffler der Gegenwart zu und damit der  in den Achtziger-Jahren entstandenen 18-Loch-Anlage des Golfclubs „Haus Bey“. In diesem Zusammenhang erläuterte er wichtige Spielregeln und Fachausdrücke des Golfsports und es fehlte auch der Hinweis nicht auf die besonders engagierte Förderung der golfspielenden Jugend durch den Golfclub „Haus Bey“. Anschließend demonstrierte  Dr. Löffler auf der Golfanlage seinen Gästen  unter anderem die ideale Schlagausführung sowie eine aufwändige videobegleitete Trainingsmöglichkeit. Ein Besuch der technischen Anlagen des Golfclubs mit einem beeindruckend umfangreichen Maschinenpark zur qualitätsvollen Platz-Pflege rundete schließlich das insgesamt interessante und aufschlussreiche Führungsprogramm  ab. Die Heimatfreunde bedankten sich bei Dr. Löffler für seine Bemühungen mit einem Fotoband über die Gemeinde Niederkrüchten.

Im Anschluss an das  Mittagessen auf der Terrasse des Restaurants „Haus Bey“ legte die Gruppe auf dem Heimweg noch einen ausgiebigen Zwischenstopp mit Kaffeepause auf dem weitläufigen attraktiv gestalteten Gelände des Naturkundehofs in Nettetal ein.

Nach diesem erlebnis- und erfahrungsreichen Tag in der niederrheinischen Heimat ging es schließlich entlang der Nette-Seen und über Born wieder nach Hause.

 

Text:             

Hans Mankau

 

 

      

 

 

  

hier weitere Fotos

  

 

 


2 - Radwanderung auf dem Rhein-Maas-Jakobsweg

  

Rhein-Maas-Radtour vom 19.- 23.07.2014

 

Ein Rückblick

 

Am Samstagmorgen starteten neun HKV-Mitglieder schon sehr früh zu einer mehrtätigen Radwanderung, die den Teilnehmern reichlich Ausdauer und Kondition abverlangte, denn schließlich sollten in fünf Tagen ungefähr 360 Kilometer zurückgelegt werden. 

Das erste Etappenziel war der Hauptbahnhof in Mönchengladbach, den die Gruppe bei noch niedrigen Tagestemperaturen in gut einer Stunde erreichte. Mit der Regionalbahn ging es von dort samt Fahrrädern und Gepäck über Düsseldorf nach Emmerich. Hier hieß es erst einmal eincremen, denn die Sonne schien bereits heftig vom Himmel.

 

 

Bild 1

 

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1 -28. Juni 2014 Tagesbusfahrt nach Issum

 

Zur traditionellen HKV-Tages-Busfahrt – diesmal nach Issum im Kreis Kleve – konnte Veranstaltungsleiter Leo Gerigk 30 Heimatfreundinnen und –freunde begrüßen. Die Teilnehmer besuchten vor Ort zunächst die liebevoll restaurierte und am linken Niederrhein einzigartige jüdische Landsynagoge mit angeschlossener Schule. Kenntnisreich  und engagiert geführt durch Herrn van Leuck vom Arbeitskreis „Jüdische Landsynagoge Issum“ erfuhren wir viele interessante Details aus der inzwischen bereits weit zurückliegenden jüdischen Vergangenheit am Niederrhein. Nach dem vorzüglichen Mittagessen mit einem griechischen Buffet im alten Gasthof „Linnewäwer“ wurde uns nach einem abwechslungsreichen Ortsrundgang noch eine sachkundige Führung in Issums voll funktionstüchtiger Herrlichkeits-Windmühle. Dort im steinernen Untergeschoss des ansonsten hölzernen Mühlenturms ließen die Heimatfreunde den beeindruckenden und erlebnisreichen mit einer gemütlichen Kaffeetafel ausklingen.

 

Text und Fotos

Leonhard Gerigk

 

 

 

 

   
mehr Fotos  

 

♦   AUSBLICK auf kommende HKV-Veranstaltungen

            

 

Jahreshauptversammlung des HKV

Mittwoch, 28. Januar 2015

um 20:00 Uhr

im Gasthof Lücker / Dr. Lindemann Straße

 

 


♦   EINST UND JETZT in der Gemeinde Niederkrüchten 

 

 

Spiel mit dem Teufel

von Peter G o t z e s

 

Aus dem Heimatkalender der Erkelenzer Lande 1956 Seite 124

 

 

Die alte Gastwirtschaft "Zum Schwan" in Niederkrüchten ist nicht mehr. Sie wurde im letzten Krieg ein Opfer der Bomben. Die alten Niederkrüchtener empfinden das schmerzlich, da mit dem Gasthof ihre Jugenderinnerungen auf das Engste verknüpft sind. Man denke doch einmal an die herrlichen Bälle, die schönen Theaterabende, an welchen die Niederkrüchtener Schauspieler und Schauspielerinnen auf der Bühne ihre Kunst zeigten. Die Gastwirtschaft hatte vielerlei Aufgaben. Das brachte allein die Nähe des alten Rathauses mit sich. Der Schwanenwirt mußte oft als Trauzeuge auftreten. Vor 50 Jahren wurden die Bekanntmachungen der Gemeinde aus einem Fenster im obersten Stock vorgelesen. Danach traf man sich im "Schwan", um die Bekanntmachunqeu zu besprechen und zu kritisieren.

An einem Abend vor Ostern betrat einmal ein junger Mann die Gastwirtschaft "Zum Schwan". Er wünschte zu trinken, und als der Wirt ihm das Gewünschte auf den Tisch stellte, begehrte er auch Spielkarten. Aber der Wirt sagte: "Es ist seit Menschengedenken stets Brauch gewesen, in den Ostertagen so zeitig zu Hause zu sein, daß man die Balken des Schlafzimmers noch bei Tageslicht zählen kann."

Der Gast war jedoch mit diesem Hinweis durchaus nicht zufrieden, stand hastig auf und sagte: "Und ich karte diesen Abend und wenn ich mit dem Teufel spiele!" So ging er weiter ins Dorf. Als er den Bach überschritt, sah er in der Marienkapelle ein Licht brennen. Er trat hinzu und verrichtete ein kurzes Muttergottesgebet, das seine Mutter ihn gelehrt hatte. Dann ging er weiter.

Auch jenseits des Baches war alles still, die Wirte hatten bereits geschlossen. An der Kreuzstraße, wo heute die Ampel den Verkehr regelt, war links und rechts ebenfalls alles dunkel. So blieb

ihm nichts mehr übrig, als die Richtung nach Gützenrath einzuschlagen. Als er nun 300 - 400 Schritte gegangen war, erblickte er auf Gützenrath zu einen hellen Feuerschein von eigenartiger Farbe. Ein gewöhnlicher Feuerschein hat eine gelbliche, dieser jedoch eine grünliche Farbe, so ähnlich wie zuweilen der Blitz.

Von Gützenrath nach Brempt ging früher ein tiefer Hohlweg, dessen Hänge mit allerhand Strauchwerk bestanden waren. Kurz vor dem Hohlweg, wo heute die Villa Schmitz steht, war der Wanderer dem Feuerschein so nahe, daß er alles genau beobachten konnte. An einem Tisch wurde gekartet. Kaum hinzugetreten, war der junge Mann auch schon mit im Spiel. Um diese Jahreszeit ist es nachts noch kalt. Hier aber herrschte eine angenehme Temperatur. Tisch und Stühle fühlten sich warm an, auch das Geld, das auf dem Tische hin und her geschoben wurde, war warm. Die großen Münzen waren noch um einige Grad wärmer. Man spielte hoch.

Ob es nun Zufall war oder eine höhere Macht die Hand im Spiel hatte: eine Karte fiel vom Tisch, und als der junge Mann sich bückte, um sie aufzuheben, da sah er an den Pferdefüßen, in welch schreckliche Gesellschaft er geraten war. Nicht irdische Wesen, sondern Teufel waren es, mit denen er spielte, Ein Stoßgebet zur Mutter Gottes und im Nu war die ganze Teufelsgesellschaft verschwunden. Tisch, Stühle, Wärme und Feuerschein, alles war fort. Nur ein höllischer Schwefelgeruch war geblieben. Die Gützenrather und Brempter Leute sollen den üblen Geruch noch tagelang wahrgenommen haben.

Der Wunsch des jungen Mannes war erfüllt. Er hatte mit dem Teufel gespielt. Aber die Mutter Gottes, deren Schutz er sich anvertraut hatte, rettete ihn vor dem Schlimmsten. Belehrt und bekehrt trat er den Heimweg an.

 

 

Hotel "Zum Schwan" Niederkrüchten Mittelstraße (rechts die jetzige Volksbank) einst...

 

 

 

... und jetzt.                                                                        (Foto: Leonhard Gerigk)

 

Heimat und Kulturverein Niederkrüchten 1975 e.V.  | info@heimatverein-niederkruechten.com